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Meta Andromeda, was das Update für die Creatives deiner Kunden heißt

Andromeda wählt bei Meta vor, welche Anzeigen jemand überhaupt sehen kann. Laut Meta ist dafür heute die Vielfalt der Motive der wichtigste Hebel. Was das für Kampagnen deiner Kunden heißt, mit Werten aus unseren eigenen Anzeigengruppen.

Arbnor BerbatovciGründer und Inhaber von paceOPS

Veröffentlicht

Meta Andromeda ist die erste Auswahlstufe in Metas Werbesystem. Sie engt seit 2024 zig Millionen Anzeigen auf die paar Tausend ein, die einer Person gezeigt werden könnten. Für Agenturen heißt das vor allem eins. Das Motiv findet jetzt stärker die Zielgruppe als die enge Einstellung. Metas Empfehlung von mindestens 20 Anzeigen stammt aus einer Mitteilung zu Advantage+-Shopping-Kampagnen. Bei 30 bis 50 Euro am Tag halten wir wenige, klar verschiedene Motive für besser.

  • 8%höhere Anzeigenqualität in ausgewählten Bereichen, Metas eigener Messwert zu Andromeda, veröffentlicht im Dezember 2024
  • 20abwechslungsreiche Anzeigen empfiehlt Meta mindestens, für Advantage+-Shopping-Kampagnen, Stand November 2024
  • 83,5%der Impressionen gingen vom 7. bis 13. Oktober 2026 an eins von drei Motiven unserer cutENGINE-Anzeigengruppe

01Was Meta Andromeda ist

Andromeda ist ein System für maschinelles Lernen, mit dem Meta Anzeigen vorauswählt. Meta nennt diese Stufe Retrieval, sie steht ganz am Anfang der Auslieferung. Aus zig Millionen möglichen Anzeigen bleiben danach einige Tausend übrig. Unter diesen entscheiden die weiteren Stufen und die Auktion, welche Anzeige jemand tatsächlich sieht.

Vorgestellt hat Metas Technikteam Andromeda im Dezember 2024. Die neue Technik erlaubt nach Meta rund 10.000-mal komplexere Modelle für diese Vorauswahl. Auf Facebook und Instagram verbesserte sich damit die Trefferquote der Vorauswahl um 6 %. In ausgewählten Bereichen stieg die Anzeigenqualität um 8 %, so Meta. Anzeigenqualität ist ein interner Messwert von Meta, die Methode legt Meta nicht offen.

Meta beschreibt Andromeda als System, das im Hintergrund arbeitet. Eine eigene Einstellung oder einen eigenen Kampagnentyp dafür gibt es im Werbeanzeigenmanager nicht. Was du siehst, sind die Folgen für die Auslieferung.

02Warum das Motiv jetzt stärker die Zielgruppe findet

Früher haben Werbetreibende vor allem über Merkmale gesteuert, etwa Alter, Interessen und Verhalten. Laut Meta hat sich der Schwerpunkt verschoben. Der beste Hebel, um die passenden Menschen zu finden, sei heute die Vielfalt der Motive. Meta nennt das Creative Diversification.

Der Grund liegt in der Menge. Wer mit generativer KI und Automatisierung mehr Motive hochlädt, gibt dem System mehr Anzeigen, die es einzelnen Menschen zuordnen kann. Andromeda soll genau diese Menge verarbeiten und für jede Person die passenden Motive vorauswählen.

Dabei zählt, dass sich die Motive wirklich unterscheiden. Sind sie zu ähnlich, erkennt Metas System sie möglicherweise nicht als verschieden. Es spielt sie dann womöglich denselben Menschen aus. Am Ende stehen laut Meta begrenzte Reichweite und der Status „Verminderte Anzeigenwirkung“ oder „Ad Fatigue“.

Für die Vielfalt gibt es eine eigene Kennzahl, „Abwechslungsreiche Anzeigengestaltung“. Meta vergleicht dafür die Bilder und Video-Vorschaubilder einer Anzeigengruppe auf Ähnlichkeit und stuft sie als hoch, mittel oder niedrig ein. Meta nennt die Kennzahl selbst einen Schätzwert, der noch in Entwicklung ist.

03Was das für den Kampagnenaufbau heißt

Meta setzt auf weniger Anzeigengruppen mit größeren Zielgruppen. Es rät, ähnliche Anzeigengruppen zusammenzulegen, statt eine Zielgruppe auf mehrere Gruppen aufzuteilen. Jede Gruppe durchläuft sonst ihre eigene Lernphase und braucht dafür eigenes Budget. Für die Auswertung empfiehlt Meta Aufschlüsselungen im Bericht, etwa nach Alter oder Region.

Das passt zu dem, was Andromeda braucht. Meta empfiehlt weit gefasste Zielgruppen, um dem Auslieferungssystem mehr Spielraum zu geben. So kann es für jedes Motiv die passenden Menschen suchen. Steuern kannst du dann vor allem über das, was im Motiv steht.

Für die Kampagnen deiner Kunden heißt das eine andere Arbeitsteilung. Die Feinarbeit wandert aus den Zielgruppeneinstellungen in die Motive.

04Wie viele Motive eine Kampagne mit kleinem Budget braucht

Meta empfiehlt mindestens 20 abwechslungsreiche Anzeigen, jede Woche neue und 20 bis 30 % des Budgets für Tests. Diese Empfehlung stammt aus einer Mitteilung zu Advantage+-Shopping-Kampagnen vom November 2024. Auch das Beispiel, das Meta im April 2025 zu Andromeda nennt, ist ein Onlinehändler. Er stieg von drei bis vier neuen Motiven pro Woche auf fast 50.

Metas Gedanke dahinter ist nicht, jedes Motiv zu testen. Das System soll für mehr Menschen ein passendes Motiv finden. Dass einzelne Anzeigen mehr Impressionen bekommen als andere, nennt Meta ganz normal.

Bei 30 bis 50 Euro am Tag geht das trotzdem nicht auf. Das stärkste Argument liefert Meta selbst. Bei zu vielen Anzeigen gleichzeitig wird jede einzelne seltener ausgeliefert. Weniger Anzeigen beenden dann die Lernphase, und die Performance kann sinken.

Gleichmäßig verteilt Meta ohnehin nicht. In unserer cutENGINE-Gruppe bekam ein Motiv vom 7. bis 13. Oktober 2026 6.412 von 7.679 Impressionen. Die beiden anderen kamen auf 12,1 und 4,4 %. Verteilt Meta bei 20 Motiven ähnlich, bekämen die meisten kaum Auslieferung. Was sie können, erfährst du dann nicht. Wie Meta in einer Anzeigengruppe verteilt, steht im Beitrag Creative-Testing bei Meta.

Wir setzen deshalb bei 30 bis 50 Euro am Tag auf wenige, dafür klar verschiedene Motive. Die Vielfalt kommt aus dem Unterschied zwischen den Motiven. Neue Motive kommen in Abständen von zwei bis drei Wochen.

05Unser Aufbau seit Oktober 2026

So haben wir unsere eigenen kalten Kampagnen für die cutENGINE und die creativeENGINE aufgesetzt.

Bei Punkt 6 nutzen wir bewusst nicht alles, was Meta anbietet. Meta hat Werkzeuge, die Motive automatisch abwandeln, etwa neue Hintergründe oder Animationen. Für eigene Anzeigen kann das passen. Bei Kundenmarken entscheiden wir lieber selbst, was im Motiv steht.

Was Meta mit diesem Aufbau gemacht hat, zeigen die ersten Wochen. In beiden Gruppen lag nach dem ersten Tag ein Motiv vorn. In der cutENGINE-Gruppe hatte es ab dem dritten Tag 87 bis 94 % je Tag, in der creativeENGINE-Gruppe vom 11. bis 13. Oktober 79 %. Kam ein neues Motiv dazu, bekam es sofort einen großen Teil. Unser Film erhielt am 14. Oktober 61 % von 975 Impressionen der cutENGINE-Gruppe, an seinem ersten Tag. Ob das an Andromeda liegt oder an der Auktion danach, zeigt keine Zahl im Werbeanzeigenmanager.

06Was Agenturen jetzt anders machen

  1. Konzepte statt Varianten. Fünf Farben derselben Überschrift sind für Meta womöglich ein Motiv. Ein anderer Ort, eine andere Person, ein anderes Format oder ein anderer Einstieg zählen eher als neues.
  2. Die Aussage festhalten. Jedes Motiv erzählt dieselbe These, nur anders inszeniert. So bleibt die Marke deines Kunden erkennbar, egal welches Motiv jemand sieht.
  3. Zielgruppen zusammenlegen. Statt Interessen auf mehrere Anzeigengruppen zu verteilen, eine breite Gruppe und Aufschlüsselungen im Bericht.
  4. Nachschub als festen Ablauf planen. Ersatzmotive vor dem Start, neue in festen Abständen, ein Motiv nur wechseln, wenn es wirklich nachlässt. Woran du das erkennst, steht im Beitrag Creative Fatigue bei Meta erkennen.
  5. Die Vielfalt prüfen. Die Kennzahl „Abwechslungsreiche Anzeigengestaltung“ zeigt, ob Meta die Motive einer Gruppe als verschieden einstuft. Steht dort „niedrig“, helfen keine weiteren Varianten desselben Motivs.

07Häufige Missverständnisse

  • „Andromeda ist eine neue Kampagnenart.“ Es ist eine Stufe der Auslieferung im Hintergrund, ohne eigene Einstellung.
  • „Interessen-Targeting bringt nichts mehr.“ Meta verlagert nur den Schwerpunkt. Laut Meta ist die Vielfalt der Motive heute der bessere Hebel als die enge Zielgruppe.
  • „Du brauchst 50 neue Motive pro Woche.“ Das ist das Beispiel eines Onlinehändlers. Mit kleinem Budget verteilen sich viele Motive auf zu wenige Impressionen.
  • „Mehr Varianten sind mehr Vielfalt.“ Zu ähnliche Motive behandelt Meta womöglich wie eins. Vielfalt entsteht im Konzept.

Für Agenturen ist das Konzept pro Motiv der Engpass, weil jeder Kunde eigene Motive in seiner Marke braucht. Für unseren Kunden Auftragsrausch entstehen Motive deshalb im eigenen Haus. Bis zum fertigen Motiv vergehen dort 65 Sekunden, so steht es in der Fallstudie Auftragsrausch. Unsere creativeENGINE baut solche Motive in der Marke deines Kunden.

Quellen

  1. Engineering at Meta, Meta Andromeda, Supercharging Advantage+ automation with the next-gen personalized ads retrieval engine, 2. Dezember 2024
  2. Meta for Business, AI Innovations in Meta's Ad Ranking Driving Advertiser Performance, 27. März 2025
  3. Meta for Business, The Creative Advantage, Unlocking the Power of Diversification with Meta Andromeda, 22. April 2025
  4. Meta for Business, Three steps to optimize your performance with creative diversification, 19. November 2024
  5. Meta for Business, Erfolgreiche Anzeigen erzählen eine Geschichte auf mehrere Ebenen, abgerufen am 15. Oktober 2026
  6. Meta-Hilfebereich für Unternehmen, Auslieferung von Werbeanzeigen, Abwechslungsreiche Anzeigengestaltung, Anzeigengruppen und Kampagnen zusammenführen, Anzahl der Werbeanzeigen verwalten und Bestimmte Anzeigen deiner Kampagne liefern nicht die gewünschten Ergebnisse, abgerufen am 15. Oktober 2026
  7. Eigene Werte, Tagesstände des Ads-Tageschecks von paceOPS aus dem Werbeanzeigenmanager, Stand 15. Oktober 2026

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